· 

Ein genussvoller Abend mit Bier und Steak


Gemeinsam mit Fleischermeister Ludger Freese aus Visbek entstand vor einiger Zeit die Idee, ein spezielles Kochevent unter dem Titel "Bier trifft Steak" anzubieten. Ein Motto, das vor allem viele Männer anspricht, denn welcher Mann kann zu einem guten Stück Fleisch und einem leckeren gekühlten Bier schon "Nein" sagen (außer Vegetarier natürlich)?

 

Bei der Auswahl der Biere habe ich mir im Vorfeld schon viele Gedanken gemacht.  Denn weltweit gibt es über 150 verschiedene Bierstile und da ich bei meinen Bierabenden maximal 8 unterschiedliche Biere im Angebot habe, ist die Entscheidung nicht immer einfach. Außerdem kommen immer wieder neue außergewöhnliche Biere auf dem Markt, die mich neugierig machen und die ich den Leuten unbedingt zeigen möchte. Zu außergewöhnlich und "abgefahren" dürfen die Biere allerdings auch nicht sein. Schließlich möchte ich mit meinen Biere die Leute eher begeistern und nicht gleich abschrecken. Deshalb hat es sich mittlerweile bewährt, einige außergewöhnliche Biere  und zusätzlich eher traditionelle und auch regionale Bieren anzubieten.

 

Kommen bei einem Biertasting auch noch Speisen hinzu, gilt es zusätzlich ein paar "Grundregeln" zu beachten: Die Abfolge der Biere sollte im Laufe des Abends von hell zu dunkel und von leicht bis zu den kräftigeren Bieren gewählt werden (grundsätzlich bei jedem Biertasting). Wiederkehrende Aromen zwischen den Bieren und Essen kann interessant sein ("Gleiches zu Gleichem") oder man entscheidet sich für etwas Kontrastreiches ("Gegensätze ziehen sich an").

 

Zur Begrüßung und Einstieg in den "Bier trifft Steak"-Abend wurde ein "Soundpils" von Becks serviert. Ein eher unspektakuläres Bier, das allerdings mit Informationen zur aktuellen Marketingkampagne (der Hopfen wurde live beschallt) einen guten Einstieg in das Thema "Fernseh-/Industriebiere" und "Craft-Bier-Trend" liefert. Auch wurde der Bierdurst so bereits gestillt und entspannt konnten wir Ludger in der Küche bei der Zubereitung des ersten Ganges über die Schulter schauen.

Zum rückwärtsgegrillten Rinderhüftsteak gab es das "Ratsherrn Pfeffersack Pils", das mit einer leichte Note von Pfeffer und Gewürzen einen deutlichen Geschmacksunterschied zum vorherigen "Einheitspils" bot.

 

Zum Steak vom Bunten Bentheimer Schwein kombinierte ich die "Helle Aufregung" der Landgang Brauerei aus Hamburg. Leicht malzig-süsslich schmeckte dieses Bier allen Teilnehmern besonders gut und passend dazu lieferte ich Informationen zur Entstehungsgeschichte und Unterschiede der Bierstile "Pils" und "Hell".

Das "Hopfenstopfte Pils" der Bunthaus Brauerei (Hamburg) passte mit herb-aromatischen Aroma sehr gut zum recht stark gewürzten Lammkarree mit Grillgemüse mit Chili. Ludgers Frau Carola, die für die Beilagen zuständig war, hatte nicht mit Chili gespart - es wurde fleißig nachgeschenkt.

Als vierten Gang servierte Ludger eine Lachsforelle von der Holzplanke mit Orangenfenchel als Beilage. Dazu habe ich das Witte Trappist von La Trappe gewählt. Der belgische Bierstil darf meiner Meinung nach bei einem Tasting nicht fehlen und zu dem süsslich-fruchtigen Gericht passte dieses Witbier mit leichter Zitrusnote besonders gut.  

Beim Entrecote von der Färse setzte bei vielen Teilnehmern bereits ein deutliches Sättigungsgefühl ein. Doch es wurde natürlich weiter probiert und erneut ein hopfenbetontes Bier eingeschenkt: ein IPA von "Hopfenstopfer".

Bei einem Biertasting möchte ich besonders den geschmacklichen Einfluss von Aromahopfen auf Bier deutlich machen. Noch immer denken viele Teilnehmer, dass Craft-Bier mit geschmacklichen Zusätzen gebraut wird ("Die brauen doch nicht nach dem Reinheitsgebot") und der fruchtig-aromatische Geschmack von Zitrusfrüchten stammt.

Das Hirschkalbsteak servierte Ludger vom Grill und dazu hatte seine Frau Carola ein Chili-Rotkohl und Schokoladen-Preiselbeeren als Beilage vorbereitet. Von mir gab es dazu ein etwas malzigeres, dunkleres Bier: das "Tillmans Brown Ale". 

Zum Nachtisch durften alle Teilnehmer noch das "Schoko-Porter" von Maisel & Friends probieren, denn: Nachtisch geht immer und besonders in flüssiger Form.

Mehr ging dann auch wirklich nicht, denn alle waren voll (vom Essen und den vielen Informationen).

Fazit: ein genussvoller Abend mit leckeren Fleischgerichten, spannenden Bieren und vielen unterhaltsamen Informationen.

Aufgrund der großen Nachfrage und weil diese Abende immer sehr viel Spaß machen, gibt es am 02. April einen neuen Termin.  Anmeldungen hierfür gern unter info@essideen.net (Freese, Visbek).

 [Unbezahlte Werbung wegen Markennennung]