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Hamburg - meine persönlichen Lieblingsplätze

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Anfahrt über die Köhlbrandbrücke

Eins vorweg: Natürlich braucht man in Hamburg kein Auto und kann alles ohne Probleme mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Deshalb macht eine Anreise mit der Bahn durchaus Sinn. Ich bin aber bekennende Gern-Autofahrerin und mag mich nicht nach festen An- und Abreisezeiten richten. Deshalb fahre ich eigentlich immer mit dem eigenen PKW nach Hamburg.

Spätestens wenn auf der A7 hinter der Biegung die ersten Hafenkräne zu sehen sind, fang ich an zu grinsen und hab dieses besondere Gefühl im Bauch. Irgendwie ein bisschen wie nach Hause kommen.

In Finkenwerder heißt es runter von der Autobahn (Abfahrt 30 Waltershof) und rauf auf die Köhlbrandbrücke. Für mich die schönste und entspannteste Strecke in die Stadt. Zumindest am Wochenende ist hier relativ wenig los (in der Woche quetscht man sich auch schon mal zwischen großen Container-LKWs hindurch) und von der Köhlbrandbrücke hat man einen grandiosen Überblick über den Hamburger Hafen. Erst einmal checken:  Welche großen Pötte und Kreuzfahrtschiffe liegen im Hafen vor Anker?

Dann geht's durch das Hafengebiet (auch das hat seinen besonderen Flair) und nach ca. 15- 30 Min. kommt man mitten in der Hafencity an. Hier wird aktuell immer noch fleißig gebaut und ständig entsteht etwas Neues. Auch das macht die Durchfahrt so spannend.

Kaffeerösterei Burg im Genuss-Speicher

Erster Abstecher ist für uns meistens der "Genuss-Speicher" in der St. Annenstraße in der Speicherstadt. Mit Glück findet man sogar direkt in der Straße einen Parkplatz, ansonsten ist das große Parkhaus "Speicherstadt" in unmittelbarer Nähe.

Im Genuss-Speicher befindet sich die "Kaffeerösterei Burg". Schon draußen riecht es herrlich nach frisch gerösteten Kaffee. Drinnen hat man die Wahl zwischen verschiedenen speziellen Kaffee- oder auch Teesorten und leckeren Kuchen (Selbstbedienung). Die Einrichtung ist rustikal gemütlich, man sitzt zwischen Kaffeesäcken und von der Decke hängt ein Flaschenkronleuchter. Wer mehr Zeit hat, kann an einer Führung durch das Kaffeemuseum im Untergeschoss teilnehmen (möglichst vorher online buchen).

 

In der Speicherstadt gibt es eine weitere große Kaffeerösterei direkt neben dem Miniaturwunderland. Hier kann man sogar von den Tischen aus beim Rösten zuschauen. Allerdings ist der Geräuschpegel durch den ziemlich großen Besucherandrang in dieser Rösterei häufig recht hoch. Deshalb bevorzugen wir die etwas kleinere und ruhigere Rösterei im Genuss-Speicher.

 

Natürlich muss bei jedem Besuch frischer Kaffee für zu Hause gekauft werden. Im kleinen Laden direkt in der Rösterei gibt es neben einer großen Kaffeeauswahl auch noch andere leckere Sachen wie Tee, Honig, Schokolade, Bonbons und vieles mehr.

Hafencity und Speicherstadt

Ich mag die Hafencity und die Mischung zwischen den alten Speicherhäusern und den modernen Geschäfts- und Bürogebäuden. Allein in der Speicherstadt gibt es so viele Möglichkeiten, etwas Spannendes zu erleben, wie z. B. das "Hamburg Dungeon", das "Miniaturwunderland", das "Spicy-Gewürzmuseum", das "Zollmuseum" und auch das "Maritime Museum".  Anfang September 2019 wird in der Speicherstadt noch ein Destilliermuseum eröffnen und in der Hafencity soll es ab Herbst mit der Erlebnisausstellung "Märchenwelten" eine neue multimediale Attraktion geben.

 

Die Speicherstadt und auch die Hafencity haben für mich immer ein ganz besonderes Flair. Hier herrscht zwar tagsüber immer ein recht reges Treiben (allein die Elbphilharmonie in der Hafencity zieht viel Publikum an) aber am Abend wird es hier angenehm ruhig.

 

Wenn man in der Hafencity unterwegs ist, sollte man einen Abstecher zum Unilever-Gebäude machen. Direkt daneben befindet sich der Marco-Polo-Tower, der in Hamburg unter den Einheimischen auch "Döner-Spieß" genannt wird (ich denke, man kann auf dem Foto gut erkennen, welche Gebäude gemeint ist).

Das Unilever-Gebäude ist ein futuristisch gebautes Bürogebäude  und das Atrium ist öffentlich zugänglich. Jeden Samstag findet hier ein kleiner Design-Markt statt. Direkt daneben liegt der neue Kreuzfahrtanleger des Cruise Centers Hafen City.

Mein Tipp: Gönnt euch ein Eis (direkt im Unilever-Gebäude erhältlich), setzt euch auf die Stufen der großen Freitreppe direkt am Kai, genießt die Sonne (wenn sie denn gerade scheint) und beobachtet das Treiben im Hafen. Mit Glück habt ihr direkt vor eurer Nase ein großes Kreuzfahrtschiff wie z. B. die Queen Mary liegen.

Elbphilharmonie

Wenn man in der Hafencity unterwegs ist, kommt man an der Elbphilharmonie kaum vorbei.

Wer die Plaza bislang noch nicht besichtigt hat, sollte sich den grandiosen Blick über Hamburg und auch die Fahrt mit der "Tube" (der langen Rolltreppe) nicht entgehen lassen. Der Eintritt ist kostenlos. Man benötigt lediglich ein Ticket, das zeitlich auf eine Stunde begrenzt ist, um einen großen Besucheransturm zu vermeiden. Neben dem Eingang befindet sich der Ticketschalter.

Bei einem spontanen Plaza-Besuch besteht möglicherweise die Gefahr, einige Wartezeit in Kauf nehmen zu müssen. Aktuell will natürlich jeder Tourist auf die Plaza, also besonders am Wochenende und in der Ferienzeit. Wer lieber fest planen möchte, kann vorher im Internet ein Online-Ticket zu einer fest vorgegebenen Zeit buchen (Kosten: 2 € pro Person). Mit diesem Ticket kann man die lange Warteschlange am Eingang umgehen und kommt problemlos auf die Plaza.

Nicht nur der Rundumblick auf Hamburg ist lohnenswert - auch die Innenarchitektur ist faszinierend. In den Konzertsaal kann man bei einem Plaza-Besuch jedoch nicht hineinschauen. Dafür benötigt man eine Konzertkarte.

Besonders interessant für Bierliebhaber: Der komplette Gastronomiebereich gehört zur "Störtebeker-Brauerei". So heißt das Restaurant "Beer & Dine", es gibt einen speziellen Verkaufs-und Verkostungsraum (auch zugänglich mit Plaza-Ticket) in dem man mit Blick auf den Hamburger Hafen verschiedene Störtebeker-Biere probieren kann und es werden spezielle Tasting- und Küchenevents angeboten.

Landungsbrücken, Alter Elbtunnel und Fischbrötchen von Brücke 10

Ein Hamburg-Besuch ohne Blick auf den Hafen und ein Bummel an den Landungsbrücken ist für mich undenkbar. Seit kurzem ist der neue Elb-Boulevard fertig gestellt, auf dem man von der Speicherstadt/Hafencity bis zu den Landungsbrücken wunderbar flanieren kann. Seit Mai hat auf dem Elb-Boulevard ein Ableger des bekannten "Alex" (im Alsterpavillion am Jungfernstieg) einen Mix aus Bistro, Café und Bar eröffnet.

Direkt an den Landungsbrücken befindet sich der Zugang zum alten Elbtunnel. Wer noch nie drin war: unbedingt mal reingehen! Absolut beeindruckend, wie man Ende des 19. Jahrhunderts schon gebaut hat und wie die alten Fahrstühle (in die sogar Autos hineinpassen) immer noch funktionieren. Bis vor kurzem durfte man sogar noch mit dem Auto durch den Elbtunnel fahren. Zu Fuß dauert ein Spaziergang durch den alten Tunnel bis zur anderen Seite etwa 10-20 Min.  Von dort hat man eine tolle Aussicht auf den Hamburger Hafen und die Landungsbrücken. Im Winter findet man hier häufig eine kleine Glühweinbude und im Sommer gibt es manchmal einen Eis- und Getränkewagen.

Natürlich muss an den Landungsbrücken auch ein Fischbrötchen gegessen werden. Wo es die besten Fischbrötchen gibt, ist schnell zu erkennen: dort wo die längste Warteschlange steht. Das ist eigentlich immer an Brücke 10 der Fall. Hier gibt es ordentlich belegte Fischbrötchen von einem netten jungen Team. Ich bestell mir immer einen Brathering ohne Zwiebeln, daher macht mein Fischbrötchen optisch fürs Foto nicht wirklich viel her - schmeckt aber köstlich! Dazu ein Astra (oder "Alster") aus der Flasche und Blick auf den Hafen - perfekt!

Strand-Pauli

Es gibt eine ganze Reihe Beach-Clubs bei den Landungsbrücken aber mein persönlicher Favorit ist immer noch "Strand Pauli". Der Eintritt ist frei und wer Glück hat, bekommt einen wunderbar bequemen Platz mit Blick auf das Blohm- und Voss-Dock. Die Atmosphäre im "Strand Pauli" ist locker, gechillt und einfach super-entspannt. Natürlich nur, wenn nicht ganz so viel los ist. Für den Hunger zwischendurch gibt es leckere Burger, Salate, Pizzen und neuerdings auch hippe Bowls.

 "Strand Pauli" ist und bleibt einfach Kult!

Hotelempfehlungen: [Unbezahlte Werbung]

Bei den hier genannten Hotels  handelt es sich ausschließlich um Hotels, in denen ich bereits übernachtet und gute Erfahrungen gemacht habe.

 

Motel One Hamburg: Die Hotel-Kette "Motel One" ist in Hamburg insgesamt dreimal vertreten: einmal am Flughafen (Motel One Airport), in unmittelbarer Nähe zur Reeperbahn (Motel One Am Michel) und nicht weit entfernt von der Alster (Motel One Alster). Bei Motel-One passt einfach das Preis-Leistungsverhältnis: modern ausgestattete Zimmer mit allem was man braucht und ein Frühstücksbuffet zu einem wirklich günstigen Preis. Mit "Motel One" kann man wirklich nichts falsch machen. 

 

Hotel Hafen Hamburg: Das Hotel Hafen Hamburg liegt oberhalb der Landungsbrücken und bietet mit der unmittelbaren Hafennähe eine super Lage. Auch hier stimmt das Preis-Leistungsverhältnis. Das Hotel ist aufgeteilt in das historische ältere Gebäude (ehemaliges Seemannsheim) und einem modernen neuen Anbau. Dementsprechend gibt es auch unterschiedliche Zimmerkategorien (vom Seemanns- bis zum Kapitänszimmer). Das Frühstücksbuffet ist vielfältig und abwechslungsreich aber mit 20 € nicht gerade ein Schnäppchen. In den umliegenden Cafés oder bei Strand Pauli kann man auch gut und günstig frühstücken.

 

Blick vom Hotel auf die Landungsbrücken. Direkt vom Hotel führt ein Fußweg (Treppen) runter bis zur Straße.

 Citadines Michel: Das relativ neue Aparthotel liegt direkt am Michel und somit nicht weit entfernt bis zur Reeperbahn, den Landungsbrücken und der Altstadt. Alles ist fußläufig gut zu erreichen. Die Zimmer sind relativ groß (sogar mit einer Küchenzeile ausgestattet) und im maritimen Stil modern eingerichtet. Besonders positiv zu erwähnen: Kaffee, Tee und Wasser stehen rund um die Uhr kostenlos in der Hotellobby zur Verfügung!

Scandic Hamburg Emporio

Das Scandic Hamburg Emporio gehört zur skandinadischen Hotelkette "Scandic".  Besonders gut haben uns die großzügigen modernen Zimmer mit den bodentiefen Fenstern gefallen. Auch das Frühstücksbuffet hat uns angenehm überrascht: Es werden ausschließlich nachhaltige und regionale Produkte angeboten. Man konnte sich Waffeln oder Pancakes selber backen, es gab viel frisches Obst und eine sehr große Kaffee- und Teeauswahl (Fair Trade). Das Scandic Emporio liegt in der Nähe des Gänsemarktes, also ideal zum Shoppen. Auch die Laeiszhalle liegt direkt nebenan, so dass sich das Hotel auch ideal für Konzert- oder Theaterbesuche eignet.

Mein Tipp für Hotelbuchungen: Wenn die Online-Portale wie z. B. bei booking.com oder hrs.de das gewünschte Hotel als ausgebucht anzeigen, lohnt es sich einfach telefonisch direkt beim Hotel anzufragen. Häufig sind noch einige Kapazitäten frei und man bekommt das Zimmer sogar noch günstiger als bei den verschiedenen Hotel-Vermittlern.

 

Wer gern ein Schnäppchen macht, sollte sich bei "Secret Escapes", "Travelzoo" oder "Groupon Reisen" anmelden und bekommt so per Mail immer die aktuellen Hotel-Deals. Aufgrund der teilweise enormen Preisreduzierungen kann es sich durchaus lohnen, hierüber ein Hotelzimmer zu buchen. Oft sind relativ neue Hotels im Programm, so dass man auf diesem Weg auch gut über Neueröffnungen informiert ist.