Warum ausgerechnet Kroatien?
Nach meinen Frauen-Genuss-Reisen in den vergangenen Jahren nach Verona und Zypern war die Vorfreude auf die nächste Frauen-Genuss-Reise riesig. Schon kurz nach der Rückkehr aus Zypern erreichten mich die ersten Fragen: "Wohin geht es als Nächstes?"
Für 2026 fiel meine Wahl schließlich auf Dalmatien – eine Region, die traumhafte Küstenlandschaften, mediterrane Küche, ausgezeichnete Weine und beeindruckende Natur miteinander verbindet. Genau die Mischung also, die ich mir für eine echte Genussreise wünsche.
Gemeinsam mit dem Reisebüro Wilmering entwickelte Gebeco wieder ein Reiseprogramm, das meine Vorstellungen nahezu perfekt umsetzte. Besonders das Hotel am Rande der lebhaften Küstenstadt Makarska versprach die richtige Kombination aus Erholung, guter Lage und kurzen Wegen. Und die Makarska-Riviera mit ihrem glasklaren Wasser, den kleinen Häfen und dem imposanten Biokovo-Gebirge im Hintergrund schien ebenso wie das vorgeschlagene Programm ideal für die nächste Reise.
Wie schon bei den vergangenen Reisen dauerte es nicht lange, bis alle Plätze vergeben waren. Insgesamt 18 Frauen machten sich schließlich mit mir auf den Weg nach Kroatien. Was mich dabei besonders berührt: Der Großteil der Gruppe war bereits bei einer meiner vorherigen Genussreisen dabei. Viele Frauen buchen inzwischen nicht mehr nur wegen des Reiseziels, sondern vor allem wegen der Gemeinschaft. Sie wissen, dass sie sich um fast nichts kümmern müssen, neue Menschen kennenlernen, gemeinsam genießen und einfach eine entspannte Woche verbringen können. Dieses Vertrauen bedeutet mir unglaublich viel.
Nur drei Teilnehmerinnen waren zum ersten Mal dabei. Damit sich auch sie von Anfang an willkommen fühlen, gehört inzwischen ein gemeinsames Kennenlerntreffen vor der Reise fest zu meinem Konzept. So starten wir am Abflugtag nicht mehr als Fremde, sondern bereits als Gruppe.
Tag 1 - Abflug ab Düsseldorf und Ankunft in Split
Anfang Mai war es dann endlich so weit. Für die meisten begann die Reise wieder mit einem Busshuttle von Vechta zum Flughafen Düsseldorf. Die restlichen Teilnehmerinnen reisten individuell an, sodass wir uns schließlich alle am Flughafen trafen. Nach einer herzlichen Begrüßung, viel Vorfreude und den ersten gemeinsamen Gesprächen ging es früh am Morgen Richtung Split.
Mittlerweile merkt man, dass viele Frauen bereits mehrfach mitgereist sind. Die anfängliche Aufregung ist einer angenehmen Routine gewichen. Jeder weiß, wie alles abläuft, und genau diese entspannte Atmosphäre macht den Reisestart jedes Mal besonders angenehm.
Nach knapp zwei Stunden Flug landeten wir in Split, wo uns bereits unsere Gebeco-Reiseleiterin Inga erwartete. Als ihr bewusst wurde, dass sie die kommende Woche ausschließlich mit einer Frauengruppe unterwegs sein würde, musste sie erst einmal lachen. Ihre herzliche und offene Art passte vom ersten Moment an wunderbar zu unserer Gruppe. Schon nach den ersten gemeinsamen Stunden war klar: Mit Inga hatten wir einen echten Glücksgriff gemacht – eine Erkenntnis, die sich in den kommenden Tagen immer wieder bestätigen sollte.
Damit konnte unser gemeinsames Genussabenteuer in Dalmatien beginnen.
Tag 1 - Ankommen und genießen - Unser Hotel "Osejava"
Vom Flughafen in Split ging es gemeinsam mit Reiseleiterin Inga im Shuttlebus Richtung Makarska. Die etwa 1 1/2stündige Fahrt entlang der dalmatinischen Küstenstraße war dabei schon ein kleines Highlight für sich. Immer wieder öffneten sich traumhafte Ausblicke auf das blaue Meer, kleine Buchten und die beeindruckende Berglandschaft im Hintergrund. Während wir die ersten Eindrücke auf uns wirken ließen, erzählte Inga viel Wissenswertes über Dalmatien und stimmte uns ein wenig auf das Programm ein. So verging die Fahrt wie im Flug und mit jeder Kurve stieg unsere Vorfreude auf die kommende Woche.
Als wir schließlich in Makarska ankamen, wurden unsere Erwartungen sogar noch übertroffen. Bereits beim Betreten des Hotels wurden wir mit einem Glas Sekt herzlich willkommen geheißen. Da unsere Zimmer noch vorbereitet wurden, nutzten wir die Zeit ganz entspannt auf der Terrasse.
Unser Hotel Osejava hätte ich mir kaum besser wünschen können. Es liegt ruhig am Ortsrand von Makarska, direkt zwischen Hafen, Meer und dem imposanten Biokovo-Gebirge. Schon nach den ersten Minuten war allen klar: Dies wird für die nächsten Tage unser ganz persönlicher Wohlfühlort.
Als wir schließlich unsere Zimmer beziehen konnten, setzte sich der positive Eindruck fort. Die Zimmer waren großzügig, modern und sehr gepflegt. Besonders begeistert waren wir von den Ausblicken. Egal, aus welchem Fenster man schaute – überall bot sich ein wunderschönes Panorama auf das Meer, den Hafen oder die Berge. Genau so stellt man sich den Start in einen Urlaub an der Adria vor.
Am Abend trafen wir uns auf der Restaurantterrasse des Hotels wieder. Beim ersten gemeinsamen Abendessen wurde viel über die ersten Eindrücke und die Vorfreude auf die kommenden Tage gesprochen. Um den Sonnenuntergang zu genießen, mussten wir nur wenige Schritte von der Restaurantterrasse bis zum Strand gehen. An diesem Abend wusste ich bereits: Die Entscheidung für Dalmatien war genau die richtige gewesen.
Tag 2 – Biokovo-Gebirge, Skywalk und Makarska
Unser erster richtiger Urlaubstag begann genauso, wie man sich einen Morgen in Dalmatien wünscht: mit einem Frühstück auf der Hotelterrasse. Wir genossen die entspannte Atmosphäre mit Blick auf das Meer und den Hafen beim ersten Kaffee.
Im Hotelfoyer wartete bereits unsere Reiseleiterin Inga auf uns. Gemeinsam mit unserem Busfahrer Toni, der uns schon am Flughafen herzlich empfangen hatte, sollte sie uns in den nächsten Tagen begleiten. Beide wurden schnell zu einem festen Teil unserer Reisegruppe und sorgten mit ihrer herzlichen Art dafür, dass wir uns jederzeit bestens aufgehoben fühlten.
Unser erstes Ziel war der beeindruckende Naturpark Biokovo. Schon die Fahrt hinauf ins Gebirge war ein Erlebnis (nicht nur weil der Bus zwischendrin streikte und unser Busfahrer Toni ganz schön ins Schwitzen geriet).
Der Höhepunkt wartete ganz oben: der Skywalk Biokovo. Die gläserne Aussichtsplattform ragt weit über den Berghang hinaus und vermittelt das Gefühl, direkt über der Küste zu schweben. Für einige aus unserer Gruppe war das durchaus eine kleine Überwindung. Höhenangst und ein Glasboden sind schließlich keine einfache Kombination. Doch genau dafür sind Gruppenreisen manchmal da: Man macht sich gegenseitig Mut. Gemeinsam schafften schließlich alle den Schritt auf die Plattform – und wurden mit einem atemberaubenden Panorama belohnt. Das gemeinsame Gruppenfoto vor dieser Kulisse gehört bis heute zu meinen Lieblingsbildern der Reise.
Auf dem Rückweg per Bus durch das Gebirge begegneten wir noch einigen Wildpferden, die in dieser Gegend leben. Sie kamen ganz nah an unserem Bus heran und sorgten für einen kleinen Stau auf der engen Gebirgsstraße.
Nach diesem eindrucksvollen Naturerlebnis ging es zurück nach Makarska. Bei einem gemütlichen Spaziergang durch die Altstadt zeigte uns Inga die schönsten Ecken des Ortes und erzählte spannende Geschichten über die Region. Besonders interessant war der Besuch des kleinen Muschelmuseums, das in einem ehemaligen Franziskanerkloster untergebracht ist. Die beeindruckende Sammlung stammt aus aller Welt und ist ein eher unbekanntes, aber absolut sehenswertes Kleinod.
Der Nachmittag stand anschließend zur freien Verfügung. Einige Frauen bummelten noch einmal durch die kleinen Gassen, andere gönnten sich einen Kaffee oder Snack an der Promenade oder genossen einfach die Sonne am Meer. Genau diese Mischung aus gemeinsamen Erlebnissen und genügend Zeit für sich selbst macht für mich eine gelungene Genussreise aus.
Noch vor dem Abendessen wartete ein weiterer besonderer Moment auf uns. Eine Teilnehmerin feierte während der Reise ihren Hochzeitstag. Natürlich wollten wir diesen Tag nicht einfach vorbeiziehen lassen. Deshalb trafen wir uns gemeinsam am Strand, hatten eine kleine Überraschung vorbereitet und stießen mit einem Glas Sekt auf das Jubelpaar zu Hause und auf einen wunderschönen Urlaub an.
Nach dem gemeinsamen Abendessen war der Tag für einige noch lange nicht vorbei. Eine kleine Gruppe zog weiter in eine gemütliche Bar ganz in der Nähe des Hotels. Genau das war einer der großen Vorteile unseres Hotels Osejava: Die Altstadt mit ihren zahlreichen Restaurants, Bars und kleinen Kneipen war in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. So konnte jede ganz spontan entscheiden, ob sie den Abend entspannt auf der Hotelterrasse oder bei einem Glas Wein oder einem Cocktail in der lebhaften Altstadt von Makarska ausklingen lassen wollte.
Tag 3 – Bauernmarkt, Foodtour in Split und eine besondere Bar
Auch unser dritter Reisetag begann mit einem gemeinsamen Frühstück auf der Hotelterrasse – inzwischen schon ein liebgewonnenes Ritual.
Bevor es in die geschichtsträchtige Küstenstadt Split ging, führte uns unsere Reise zunächst ins dalmatinische Hinterland nach Zadvarje. Jeden Dienstag findet dort ein traditioneller Wochenmarkt statt, der vor allem von Einheimischen besucht wird. Genau solche Orte liebe ich, denn hier erlebt man das echte Leben eines Landes.
Der Markt ist alles andere als geschniegelt oder touristisch. Die Stände reihen sich mitten entlang der Hauptstraße aneinander – und das Besondere: Die Straße bleibt während des Marktes ganz normal für den Verkehr geöffnet. Autos, Lastwagen und sogar Reisebusse schlängeln sich langsam zwischen den Marktständen hindurch. Anfangs konnten wir es kaum glauben, doch genau diese ungewöhnliche Mischung macht den Charme dieses Marktes aus. Zwischen frischem Obst und Gemüse, regionalem Käse, Honig, Kräutern, Kleidung und allerlei Haushaltswaren konnten wir entspannt bummeln und das authentische Treiben beobachten.
Nur wenige Minuten entfernt war ein weiteres Highlight: Von einem Aussichtspunkt oberhalb der Cetina-Schlucht bot sich ein beeindruckender Blick auf den Wasserfall Velika Gubavica, der sich tief unten seinen Weg durch die Felsen bahnt. Ein wunderbarer Ort, um kurz innezuhalten und die Kraft der Natur auf sich wirken zu lassen.
Anschließend brachte uns Toni nach Split – der größten Stadt Dalmatiens. Dort erwartete uns keine klassische Stadtführung, sondern eine kleine Foodtour, für die wir in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Diese Kombination aus kulinarischen Kostproben und spannenden Geschichten über die Stadt gefiel mir besonders gut. Während wir durch die engen Gassen rund um den berühmten Diokletianpalast schlenderten, erfuhren wir viel über die bewegte Geschichte Splits und konnten gleichzeitig typische Spezialitäten der Region probieren. Für mich ist genau diese Verbindung aus Kultur und Genuss das, was eine Reise besonders macht.
Am Nachmittag zeigte sich das Wetter allerdings von einer anderen Seite. Dunkle Wolken zogen auf, und schon bald setzte Regen ein. Da unsere Führung ohnehin beendet war, machten wir uns etwas früher als geplant auf den Rückweg nach Makarska. Manchmal gehört auch das zum Reisen dazu – und ehrlich gesagt tat es der guten Stimmung überhaupt keinen Abbruch.
Nach dem Abendessen zog es eine kleine Gruppe noch einmal in die Altstadt. Unser Ziel war die Urban Garden Bar, ein echter Geheimtipp in Makarska. Versteckt in einem kleinen Innenhof erwartete uns eine grüne Oase mit gemütlichen Sitzplätzen, einem kleinen Pool und einer wunderbar entspannten Atmosphäre. Wir waren tatsächlich die einzigen Gäste und wurden entsprechend herzlich umsorgt. Bei leckeren Cocktails, guten Gesprächen und viel Gelächter ließen wir den Tag ausklingen.
Tag 4 – Naturwunder, Weinprobe und dalmatinische Küche
An diesem Tag führte uns das Ausflugsprogramm erneut ins dalmatinische Hinterland – eine Region, die mit ihrer rauen Schönheit und ihrer Ursprünglichkeit einen faszinierenden Kontrast zur Küste bildet.
Unser erstes Ziel war die kleine Stadt Imotski, die vor allem für zwei außergewöhnliche Naturwunder bekannt ist: den Blauen See und den Roten See. Bei einem gemütlichen Spaziergang machten wir mehrere Fotostopps und ließen die beeindruckende Landschaft auf uns wirken. Besonders der Rote See mit seinen steil abfallenden Felswänden und dem tief darunter liegenden Wasser ist ein beeindruckendes Naturschauspiel. Inga erzählte uns Spannendes über die Entstehung der beiden Seen und natürlich blieb auch genügend Zeit, um die Aussicht zu genießen und Erinnerungsfotos zu machen.
Anschließend erwartete man uns auf einem familiengeführten Weingut zu einer Weinprobe. Dazu wurden Käse, Brot und Wurst aus der Region serviert. Mit jedem Glas wurde die Stimmung ein wenig ausgelassener, und genau das machte diesen Besuch so sympathisch.
Zur Mittagszeit ging es weiter zu einem traditionellen Agritourismo, wo wir einen wunderbaren Einblick in die dalmatinische Küche bekamen. Schon die urige Atmosphäre ließ erahnen, dass uns hier etwas Besonderes erwartete. Bevor wir Platz nahmen, wurden wir allerdings erst einmal mit einem selbst gebrannten Grappa begrüßt – ein herzliches Willkommen auf dalmatinische Art.
Anschließend wurde das traditionelle Hauptgericht serviert: Pašticada, eines der bekanntesten Gerichte Dalmatiens. Das langsam geschmorte Rindfleisch war herrlich zart und wurde zusammen mit Gemüse, Kartoffeln und einer aromatischen Sauce serviert. Den süßen Abschluss bildete ein hausgemachter Apfelstrudel, der mindestens genauso gut schmeckte wie das Hauptgericht.
Mit vielen neuen Eindrücken und bestens gestärkt machten wir uns am Nachmittag auf den Rückweg nach Makarska. Dort blieb noch genügend Zeit, um den Tag ganz individuell ausklingen zu lassen. Einige zog es an den Strand, andere schlenderten noch einmal durch die Altstadt oder gönnten sich einen Kaffee an der Promenade. Genau diese Mischung aus gemeinsamen Erlebnissen und persönlichen Freiräumen machte unsere Genussreise so angenehm und entspannt.
Tag 5 – Bootsausflug im Sturm und Alternativ-Programm
Eigentlich sollte dieser Tag eines der großen Highlights unserer Reise werden: ein Bootsausflug zur Insel Brač, vorbei an der beeindruckenden Küstenlandschaft Dalmatiens. Doch schon am Vorabend hatten die Wettervorhersagen nichts Gutes versprochen. Regen, Wind und Wellen standen auf dem Programm. Selbst mein "Sonnentanz" am Abend zuvor konnte daran leider nichts mehr ändern, sorgte aber zumindest für viel Gelächter und Spaß.
Trotzdem ließen wir uns die gute Laune nicht nehmen. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Hafen. Sicherheitshalber hatten sich einige von uns noch mit Reisetabletten ausgestattet – und an Bord hatte man ebenfalls ein bewährtes Rezept gegen aufkommende Seekrankheit parat: einen kleinen, kräftigen Schnaps zur Begrüßung. Ob Medizin oder einfach kroatische Gastfreundschaft – geschadet hat er jedenfalls niemandem.
Zunächst nahm das Schiff Kurs auf die Insel Brač. Doch je weiter wir den geschützten Hafen hinter uns ließen, desto kräftiger wurden Wind und Wellen. Das Schiff begann deutlich zu schaukeln, und allen war schnell klar, dass dies keine entspannte Überfahrt werden würde.
Der Kapitän traf schließlich eine verantwortungsvolle Entscheidung: Statt die offene Strecke zur Insel zu wagen, änderte er den Kurs und blieb entlang der geschützteren Küste. Natürlich waren wir zunächst ein wenig enttäuscht. Gleichzeitig waren wir aber auch froh, dass Sicherheit an erster Stelle stand.
Gegen Mittag legten wir in einem kleinen Küstenort an. Eigentlich hatten wir uns auf einen Spaziergang entlang der Promenade gefreut, doch der Dauerregen machte uns einen Strich durch die Rechnung. Also taten wir das, was man in solchen Situationen am besten macht: Wir suchten uns ein gemütliches Café, tranken etwas und genossen einfach die gemeinsame Zeit.
Zurück an Bord erwartete uns ein einfaches aber leckeres Mittagessen. Frisch gegrillter Fisch mit Krautsalat – typisch dalmatinisch. Während draußen noch immer der Regen auf das Deck prasselte, wurde drinnen gelacht, erzählt und natürlich auch das ein oder andere Glas Wein bestellt.
Da wir aufgrund der geänderten Route früher als geplant wieder in Makarska ankamen, nutzten wir den Nachmittag spontan für einen gemeinsamen Bummel durch die Altstadt. Schließlich entdeckten wir ein schönes Café, in dem wir uns kurzerhand zum gemütlichen "Daydrinking" niederließen. Spätestens dort war allen klar: Auch wenn der Tag ganz anders verlaufen war als geplant, hatte er seinen ganz eigenen Charme entwickelt.
Am Abend zeigte sich das Wetter dann doch noch versöhnlich. Nach dem gemeinsamen Abendessen ging es mit der gesamten Gruppe nochmal zur Urban Garden Bar. Bei Wein, guten Gesprächen und jeder Menge Gelächter ließen wir den Tag entspannt ausklingen.
Rückblickend hat uns dieser Ausflug wieder einmal gezeigt, dass eine gelungene Reise nicht von perfektem Wetter abhängt. Es sind die Menschen, die gemeinsamen Erlebnisse und die Fähigkeit, das Beste aus jeder Situation zu machen, die einen Urlaub unvergesslich werden lassen. Und genau das ist unserer Frauengruppe an diesem Tag besonders gut gelungen.
Tag 6 – Ausflugsfreier Tag
Nach dem stürmischen Vortag zeigte sich Dalmatien endlich wieder von seiner schönsten Seite.
An diesem Tag stand bewusst kein Ausflug auf dem Programm. Jede konnte den Tag ganz nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten – am Strand entspannen, spazieren gehen oder einfach einmal nichts tun.
Doch wie so oft auf dieser Reise entstand gerade aus dieser Freiheit ein ganz besonderer Moment:
Da wir vom ersten Abend noch einige Flaschen Prosecco übrig hatten, entstand am späten Vormittag ganz spontan die Idee, uns auf ein Glas am Strand zu treffen. Ohne festen Plan, ohne Verpflichtung. Wer Lust hatte, sollte einfach dazukommen.
Und genau das passierte.
Nach und nach fanden sich alle 19 Frauen an unserem Treffpunkt ein. Irgendwie zog es uns ganz selbstverständlich wieder zusammen. Wir entdeckten einen wunderschönen Platz auf einer kleinen Klippe direkt über dem Meer. Dort stand eine große runde Bank, auf der tatsächlich unsere gesamte Gruppe Platz fand – fast so, als wäre sie genau für uns gebaut worden.
Natürlich durfte auch etwas Kulinarisches nicht fehlen. Auf dem kleinen Markt in Makarska hatten einige Frauen frische Erdbeeren besorgt, dazu öffneten wir den Prosecco, schalteten eine kleine Musikbox ein und genossen einfach diesen Augenblick. Kein offizieller Programmpunkt. Kein Ausflug. Keine Sehenswürdigkeit. Und trotzdem wurde genau dieser Vormittag für viele zu einem der schönsten Erinnerungen der gesamten Reise.
Für mich war dieser Moment etwas ganz Besonderes. Er zeigte einmal mehr, was diese Frauen-Genussreisen ausmacht. Niemand musste kommen. Jede hätte den Tag ganz für sich verbringen können. Und doch entschieden wir uns alle ganz freiwillig dafür, ein paar Stunden gemeinsam zu verbringen. Genau diese Gemeinschaft ist über die Jahre entstanden – und genau deshalb melden sich so viele Frauen immer wieder zu meinen Reisen an.
Den restlichen Tag gestaltete anschließend jede nach ihren eigenen Wünschen. Einige nutzten das herrliche Wetter für eine Wanderung entlang der Küste, andere schlenderten noch einmal durch die kleinen Gassen von Makarska, stöberten in den Geschäften oder gönnten sich einen Kaffee an der Promenade. Wieder andere machten es sich mit einem Buch am Pool gemütlich oder sprangen zur Abkühlung ins kristallklare Meer.
Am Abend trafen wir uns schließlich alle wieder auf der Terrasse unseres Hotels. Gemeinsam genossen wir das Abendessen und beobachteten, wie die Sonne langsam hinter dem Meer verschwand und den Himmel in warme Gold- und Rosatöne tauchte.
Tag 7 – Gastfreundschaft im Hinterland, Bootstour Omis
Unser letzter Ausflugstag hielt noch einmal einige ganz besondere Erlebnisse für uns bereit. Gemeinsam mit Inga und unserem Busfahrer Toni machten wir uns ein letztes Mal auf den Weg ins dalmatinische Hinterland – und wurden dort wieder einmal mit einer Herzlichkeit empfangen, die uns tief beeindruckte.
In einem kleinen Dorf erwarteten uns Mutter und Tochter auf ihrem liebevoll gepflegten Hof. Der große Gartentisch war bereits gedeckt, überall blühten Blumen und sofort spürte man diese besondere Ruhe, die solche Orte ausstrahlen. Natürlich wurden wir auch hier auf typisch dalmatinische Art begrüßt – mit einem selbst gebrannten Grappa und einem traditionellen Schmalzgebäck. Spätestens jetzt wussten wir: Gastfreundschaft wird in Dalmatien nicht nur großgeschrieben, sondern gelebt.
Anschließend zeigte man uns, wie Soparnik, eine der ältesten Spezialitäten Dalmatiens, traditionell zubereitet wird. Der dünne Teig wird mit Mangold, viel Knoblauch und Olivenöl gefüllt und anschließend ganz ursprünglich unter heißer Asche gebacken. Es war spannend zu beobachten, wie viel Handarbeit und Tradition in diesem Gericht steckt. Natürlich durften wir den frisch gebackenen Soparnik anschließend auch probieren – und wie so oft schmeckt ein Gericht am besten genau dort, wo es seinen Ursprung hat.
Anschließend führte uns der Weg weiter nach Omiš, einer kleinen historischen Stadt, malerisch eingebettet zwischen steilen Felsen und der Mündung des Flusses Cetina. Nach einem kurzen Bummel durch die Altstadt gingen wir an Bord eines kleinen Bootes. Rund 30 Minuten fuhren wir gemächlich durch die beeindruckende Cetina-Schlucht. Links und rechts ragten die steilen Felswände empor, während sich das smaragdgrüne Wasser ruhig durch die Landschaft schlängelte – eine wunderbare Gelegenheit, einfach die Natur zu genießen.
Am Ende der Bootsfahrt wartete bereits das nächste kulinarische Highlight auf uns. Direkt am Wasser gelegen war in einem Restaurant für unsere Gruppe eine lange Tafel gedeckt. In dieser traumhaften Kulisse wurde uns erneut ein typisch dalmatinisches Festtagsgericht serviert: Pašticada. Ein gespickter Rindbraten mit einer aromatischen Sauce – ein Klassiker der dalmatinischen Küche. Und obwohl wir in dieser Woche wirklich hervorragend gegessen hatten, waren sich viele einig: Auch dieses Essen war wieder ein Genuss. Zum süßen Abschluss wurde Rožata, eine traditionelle dalmatinische Dessert-Spezialität, serviert.
Auf der Rückfahrt überraschten uns Toni und Inga noch einmal mit einer ganz besonderen Geste. An einem Aussichtspunkt entlang der Küstenstraße hielt er den Bus an und lud uns zu frischen Feigen und einem Glas Grappa ein. Mit Blick auf das tiefblaue Meer genossen wir diesen letzten gemeinsamen Stopp – ein wunderschöner Abschluss unseres Ausflugstages.
Erst später erfuhren wir, dass Toni erst seit Anfang Mai wieder als Busfahrer in seiner Heimat Dalmatien arbeitete und wir tatsächlich seine allererste Reisegruppe waren. Ich bin mir sicher, dass unsere fröhliche Frauengruppe auch bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. So herzlich und aufmerksam, wie er uns die ganze Woche begleitet hatte, hatte er sich längst einen Platz in unserer Gruppe erobert.
Zurück am Hotel hieß es dann Abschied nehmen von Inga. Sie war in dieser Woche weit mehr gewesen als unsere Reiseleiterin. Mit ihrer offenen, herzlichen und humorvollen Art war sie für uns zu einem festen Teil der Gruppe geworden. Der Abschied fiel uns allen entsprechend schwer.
Doch der Tag war noch nicht zu Ende.
Da die Sonne inzwischen wieder schien, zog es viele von uns noch einmal an den Strand. Einige Frauen mussten den letzten Tag noch nutzen, um in der erfrischend kühlen Adria zu schwimmen. Ein perfekter Moment, um diese besondere Woche noch einmal ganz bewusst zu genießen.
Kurz vor dem Abendessen trafen wir uns ein letztes Mal gemeinsam am Strand. Und plötzlich war ich zu Tränen gerührt:
Während unseres Aufenthalts in Omiš hatten die Frauen heimlich ein kleines Geschenk für mich besorgt. Als Dankeschön für die Organisation der Reise überreichten sie mir ein wunderschönes Armband und passende Ohrringe. Damit sie hatten genau meinen Geschmack getroffen.
Ich habe mich einfach riesig gefreut. Nicht wegen des Geschenks selbst, sondern wegen der liebevollen Geste dahinter. In diesem Moment wurde mir noch einmal bewusst, wie viel Vertrauen mir diese Frauen entgegenbringen und wie besonders unsere Gemeinschaft inzwischen geworden ist. Genau für solche Augenblicke organisiere ich diese Reisen.
Tag 8 – Abschied und Rückkehr
Eine Woche kann manchmal unglaublich lang erscheinen – und gleichzeitig viel zu schnell vergehen.
An unserem Abreisetag klingelte deshalb bei uns allen schon sehr früh der Wecker. Gegen sechs Uhr morgens stand Toni mit dem Bus bereit und brachte uns ein letztes Mal sicher zum Flughafen nach Split. Während der Fahrt war es deutlich ruhiger als in den vergangenen Tagen. Vielleicht lag es an der frühen Uhrzeit. Vielleicht aber auch daran, dass jede von uns noch einmal die vielen Erlebnisse der vergangenen Woche Revue passieren ließ.
Am Flughafen verabschiedeten wir uns endgültig von Toni mit herzlichen Umarmung und vielen guten Wünschen. Ich bin mir sicher, dass auch wir ihm in Erinnerung bleiben werden.
Der Rückflug nach Düsseldorf verlief angenehm und entspannt. Schon nach knapp zwei Stunden landeten wir wieder in Deutschland. Kaum zu glauben, dass zwischen unserer Anreise und diesem Moment nur acht Tage lagen – und doch hatten wir das Gefühl, gemeinsam viel länger unterwegs gewesen zu sein.
Nachdem alle Koffer wieder ihren Besitzerinnen gefunden hatten, verabschiedeten sich zunächst die Frauen, die individuell zum Flughafen angereist waren. Der Rest unserer Gruppe stieg gemeinsam in den Shuttlebus, der bereits vor dem Terminal auf uns wartete und uns sicher zurück nach Vechta brachte.
Mit jedem Kilometer Richtung Heimat wurde uns ein wenig bewusster, dass diese besondere Woche nun tatsächlich zu Ende war.
Wir hatten gemeinsam gelacht, hervorragend gegessen, außergewöhnliche Landschaften entdeckt, neue Freundschaften geschlossen, Sonnenuntergänge genossen, einen stürmischen Bootsausflug mit Humor genommen, Wein verkostet, im Meer gebadet und unzählige kleine Momente erlebt, die sich nicht planen lassen – die aber eine Reise unvergesslich machen.
Genau deshalb liebe ich diese Frauen-Genussreisen so sehr. Es geht nicht nur darum, ein schönes Land kennenzulernen. Es geht um Begegnungen, Gemeinschaft, Vertrauen und darum, Erinnerungen zu schaffen, die noch lange nach der Rückkehr nachwirken.
Als ich später zu Hause ankam, war ich zwar müde, aber vor allem unglaublich dankbar. Dankbar für 18 wunderbare Frauen, für unsere großartige Reiseleiterin Inga, für Toni, für die herzlichen Gastgeber unterwegs und für all die besonderen Erlebnisse, die wir gemeinsam sammeln durften.
Und eines stand schon auf der Rückfahrt fest: Die nächste Frauen-Genussreise wird kommen.
Denn wie heißt es so schön?
Nach der Reise ist vor der Reise.
Und wenn ich die vielen Nachrichten sehe, die mich seit unserer Rückkehr erreicht haben, weiß ich schon jetzt: Viele der Frauen werden auch beim nächsten Mal wieder dabei sein. Darauf freue ich mich heute schon.




























































