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Mädels-Wochenende in Malaga

 

Manchmal entstehen die besten Ideen ganz spontan. Im Herbst 2025 hatte ich plötzlich Lust auf Sonne, gutes Essen und eine kleine Auszeit vom Alltag. Also hab ich mich vor den PC gesetzt und nach günstigen Flügen geschaut: Ende Oktober für 4 Tage von Münster nach Malaga zum Schnäppchenpreis klang ideal. Auch meine beiden Freundinnen waren sofort Feuer und Flamme und ruck-zuck waren die Flüge und ein Airbnb gebucht. Die Wohnung lag am Rande der Altstadt: ruhig, sauer, großzügig geschnitten und mit perfekter Lage. Tolle Restaurants, Cafés und sogar Craft-Bier-Bars waren direkt um die Ecke. 

 

Am Donnerstagabend nach der Arbeit starteten wir unsere kleine Auszeit. Um 0:30 Uhr landeten wir in Málaga, stellten nur schnell die Koffer in die Wohnung und beschlossen, unseren ersten Abend – oder besser gesagt: unsere erste Nacht – mit einem Schlummertrunk zu feiern. Also ging es noch schnell in die nächstbeste urige Kneipe, ein Bier zum Anstoßen und ganz viel Vorfreude auf ein paar tolle Tage. 

Tag 1: Sonne, Stadtführung & kulinarische Highlights

Am nächsten Morgen wartete bereits unser erstes Highlight auf uns: ich hatte vorab schon eine Stadtführung mit verschiedenen Verkostungen für uns gebucht. Also gab es nur ein kleines Frühstück mit Cappuccino und Croissants vom kleinen Bäcker gegenüber der Wohnung. Und dann gings zum Treffpunkt. Auf dem Weg durch die Altstadt genossen wir die warme Sonne und die vielen grünen Pflanzen und Palmen. Wir waren direkt vom schmuddeligen kalten Herbst in den Sommer geflogen. Ein unglaublich wohltuendes Gefühl. Urlaubsmodus on!

 

 

Ein Besuch im Herzen von Málaga: die Markthalle

Am Treffpunkt begrüßte uns unser Guide Nahuel. Obwohl wir die einzigen Gäste für diese Tour waren, fand die Führung trotzdem statt. Fanden wir ziemlich gut, denn somit hatten wir quasi eine private Tour. Nahuel zeigte uns seine Heimatstadt und gab uns die Möglichkeit, die Tour nach unserem Tempo und unseren Wünschen zu gestalten. Unser Hauptinteresse galt natürlich der Kulinarik.  Zwischen den Stopps gab es immer wieder kleine Köstlichkeiten zu probieren.

In der berühmten Bodega Bar "El Pimpi" endete die Tour mit einem Glas süßen Moscatel-Wein.

 

Besonders gut hat uns die große Markthalle "Mercado Central de Atarazanas" gefallen: laut, bunt, lebendig – ein Paradies für Foodies wie uns. Überall Obst und Gemüse, Fleisch, Gewürze und natürlich frischen Fisch. 

Am Ende der Führung kehrten wir zur Markthalle zurück, denn dort gibt es auch die Möglichkeit, an verschiedenen Fischständen den frischen Fisch direkt zubereiten zu lassen. Viele Einheimische aßen hier zu Mittag und wo viele Einheimische sind, ist es meist gut und nicht zu teuer. Wir gönnten uns eine schöne Auswahl an verschiedenen Fischvariationen und konnten nebenbei das Treiben in der Markthalle beobachten.

 

 

Flamenco, Tapas & ein perfekter Abend

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir gemütlich schlendernd in der Stadt und später beim Ausruhen in der Wohnung. Am Abend ging es in ein Tapas-Restaurant, das uns Nahuel empfohlen hatte – mit anschließender Flamenco-Show. Das "El Café des Chinitas" lag etwas versteckt mitten in der Altstadt und die Flamenco-Show war sogar kostenlos! 

 

Wir hatten einen Tisch direkt mit Blick auf die Bühne reserviert. Das Essen war fantastisch. Besonders lecker und zu empfehlen: die karamellisierten und gebackenen Auberginen-Scheiben!  Dazu ein guter Wein und die Flamenco-Show. Am Ende tanzten sogar die Bedienungen und einige Gäste mit.  Spanisches Lebensgefühl pur!
Ein perfekter Abschluss für unseren ersten Tag.

Tag 2: Brunch, Mittelmeer-Glück & unsere eigene Tapas-Tour

Nach unserem wunderschönen ersten Tag starteten wir den Freitag ganz entspannt – mit einem köstlichen Brunch im Bio-Restaurant "BYOKO" direkt gegenüber von unserem Apartment. 

 

Gut gestärkt packten wir unsere Badesachen und machten uns auf den Weg zum Strand. Die Chance, Ende Oktober noch einmal im Mittelmeer schwimmen gehen zu können, mussten wir einfach nutzen. 

Der Stadtstrand von Málaga ist vielleicht kein Postkartenmotiv – im Hintergrund Hochhäuser, unter den Füßen Kiesel und hin und wieder Steine – aber das alles spielte in dem Moment überhaupt keine Rolle.
Also: Klamotten runter, Badeanzug an und rein ins Wasser. Das Gefühl im Mittelmeer schwimmen zu können, dazu die Sonne und der Spaß den wir zusammen hatten - einfach unbezahlbar!

 

Sardinen im Chiringuito

 

Zum Mittag gönnten wir uns frisch gegrillte Sardinen direkt am Strand. Málaga ist für seine Chiringuitos bekannt: kleine Restaurants oder Imbissstände, in denen die Sardinen traditionell über offenem Feuer gegrillt werden.
Dazu ein Glas Tinto und der Blick aufs blaue Meer – mehr Urlaubsgefühl geht nicht.

Abends: unsere ganz persönliche Tapas-Tour

Für den Abend stand etwas Besonderes auf dem Plan: unsere eigene Tapas-Tour. Wir zogen von Bar zu Bar, probierten allerlei Köstlichkeiten, tranken Wein und ließen uns treiben. Natürlich durfte auch ein Besuch in einer der ältesten Weinbars (Antiqua Casa de Guardia) in Málaga nicht fehlen. Die Bodega besteht eigentlich nur aus einem langen Tresen und vielen Weinfässern an der Wand, aus denen der meist süße Wein direkt gezapft wird. 

Unser persönliches Highlight war die Weinbar "Los Patios de Beatas" mit angeschlossenem Restaurant: Der aufmerksame Kellner empfahl uns drei Desserts zum Teilen – und damit lag er goldrichtig. Dazu eine Flasche süßen Málaga-Wein, der perfekt zum Ambiente und zu unserer Stimmung passte.

Was mich an diesem Abend besonders glücklich gemacht hat, war unsere gemeinsame Begeisterung für gutes Essen, guten Wein und das Erlebnis an sich. Wir waren uns immer einig – egal ob bei der Auswahl der Gerichte oder beim nächsten Ziel. Alles war leicht, lustig, harmonisch.

 

Tag 3: Festungsblick, Paella & Sonnenuntergang auf dem Meer

Für unseren nächsten Tag hatten wir einen Ausflug zum Castillo de Gibralfaro oberhalb der Stadt geplant. Von der alten Festung soll man einen fantastischen Blick über Málaga haben. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen.

 

 

Bevor wir uns auf den Weg machten, legten wir noch einen Zwischenstopp ein. Nicht weit von unserem Apartment entfernt fand an diesem Sonntag auf dem "Placa de la Merced" ein kleiner Kunsthandwerkermarkt statt. Hier steht übrigens auch die Picasso-Statue. 
Es gab unzählige liebevoll gestaltete Stände mit handgefertigten Produkten, sehr nette Verkäuferinnen und Verkäufer und einfach unglaublich viel zu entdecken. Wir kamen ins Gespräch, schauten, stöberten – und verbrachten dort deutlich mehr Zeit als geplant. Aber genau das lieben wir ja so an Städtereisen: sich treiben lassen.

 

Mit steigenden Temperaturen entschieden wir uns gegen den Fußweg zur Festung und wählten die bequeme Variante: den Bus. Eine Entscheidung, die wir später sehr feierten. Oben angekommen kamen uns nämlich einige Besucher entgegen, die in der prallen Sonne die steilen Stufen erklommen hatten – ziemlich außer Atem und sichtbar erschöpft.

Wir besichtigten die Festungsanlage, spazierten über die alten Mauern einmal rundherum und genossen den spektakulären Blick über die Stadt, den Hafen und das tiefblaue Mittelmeer.
Es hat sich definitiv gelohnt.

In der Festungsanlage entdeckten wir noch eines Terrassencafé.  Perfekt für eine kurze Pause: Weinschorle, ein paar Oliven und diese unglaubliche Aussicht auf blauen Himmel und Meer. Kaum zu glauben, dass wir all das Ende Oktober erleben durften.

 

Paella in Málaga- Ein absolutes MUSS 

Nach dem Abstieg – und wir waren sehr froh, nur hinunter und nicht hinauf laufen zu müssen – meldete sich der Hunger. Also suchten wir uns in der Altstadt ein nettes Restaurant und gönnten uns eine Paella.
In Andalusien wird sie traditionell mittags gegessen. Es war zwar schon Nachmittags aber eine Paella wollten wir unbedingt in Málaga essen. Dafür gibt es in der Altstadt viele Restaurants, die Paella frisch zubereiten. Das dauert zwar meist länger aber wir hatten ja Zeit.

Durch das offene Fenster des Restaurants drang Live-Musik von der Straße herein, dazu das Stimmengewirr der Altstadt und dieses entspannte Sonntagsgefühl. Ein rundum perfekter Moment.

 

Nach einer kurzen Pause in der Wohnung hieß es dann schon wieder: aufbrechen. Denn für unseren letzten Abend hatten wir noch etwas ganz Besonderes geplant.

Sonnenuntergang auf dem Katamaran

Im Voraus hatten wir über GetyourGuide eine Sonnenuntergangsfahrt mit dem Katamaran gebucht. Am Bootsanleger angekommen, waren wir zunächst etwas überrascht – oder besser gesagt: erschrocken – über die vielen Menschen, die bereits in der Schlange standen.
Wir waren zwar früh da, aber offenbar nicht früh genug: Die besten Plätze am Rand mit freiem Blick aufs Wasser waren schnell vergeben.

Zur Begrüßung gab es einen Drink im Pappbecher, dazu legte ein DJ entspannte Musik auf. Trotz der vielen Menschen genossen wir die etwa anderthalbstündige Fahrt mit Sonnenuntergang und coolen Vibes sehr. 

 

letzter Abend : Craft-Bier-Bar-Hopping

 

Nach der Bootstour war für uns noch lange nicht Schluss. Für unseren letzten Abend hatten wir ein Craft-Bier-Bar-Hopping geplant. In unmittelbarer Nähe zu unserem Apartment gab es vier besondere Craft-Bier-Bars, die wir testen wollten. Direkt die erste war ein absoluter Volltreffer. Welche vier Bars wir getestet haben und welche uns davon am besten gefallen habt, könnt ihr in einem separaten Blog-Beitrag nachlesen.

 

Für uns war es der perfekte Abschluss unseres Wochenend-Trips.

 

 

Der Kurztrip nach Málaga war die absolut beste Entscheidung und wir drei sind uns einig: Wir kommen auf jeden Fall wieder!

 

 

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